6. Tier(heim)-Stammtisch am 16.06.2007

 

Da die „Holzwürmer“ im Juni urlaubsbedingt obdachlos waren, traf sich eine Delegation auf Einladung des Vereins „Katzeninsel e. V.“ auf

dessen Gelände an der Windmühlenstraße.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Beginn wurde der aktuelle Stand der Situation im Gesetzgebungsverfahren gegen sog. gefährliche Hunde erörtert. Vorsitzender Josef

Fassl berichtete vom vorliegenden Entwurf einer Gesetzesinitiative der CDU. Landtagsabgeordneter Kolze hat hierin die Regelung

aus Niedersachsen mit Ergänzungen übernommen, die nach unserer Meinung jedoch zu überarbeiten sind. Neben einer Versicherungs-

und Kennzeichnungspflicht sollen alle Hunde den Tierärzten zu einer Wesensbeurteilung vorgestellt werden. Herr Fassl, der sich hierüber

ständig mit unserem Vereinsmitglied Dr. Heidi Zibolka berät, hält die nähere Erklärung der „Wesensbeurteilung“ für dringend erforderlich.

Es müsse eine Abgrenzung zum eigentlichen Wesenstest vorgenommen werden.

 

Herr Trummer meinte, nach seiner Erfahrung seien wirklich gefährliche Hunde meist bei Männern zu finden, die Schwächere beeindrucken

wollen, und Bündnis-Mitglied Lüth ergänzte, dass der Besuch einer Hundeschule bei gefährlichen Hunden wichtig sei. Herr Fassl verwies

darauf, dass v. a. allem die Welpenspielstunde für den Hund prägend ist.

 

Herr Trummer brachte die Tatsache, dass zwar Vogelzüchter eine Genehmigung bräuchten, dagegen aber jeder Bürger Hunde

einfach vermehren kann, zur Sprache. Auch werden viele Hunde aus dem Ausland eingeführt.  

 

Nach langer Diskussion kamen die Anwesenden dann zum nächsten aktuellen Punkt: zur Lage des Katzengnadenhofes. Frau Karl-Sy wies

auf die Initiative von Herrn Barczik und vieler anderer Tierschützer hin, die sich um den Verbleib des Gnadenhofes gegenüber der

Deutschen Bahn AG verdient gemacht haben. In dem Zusammenhang wurde auch besprochen, warum Herr Barczik nach zehnjähriger

finanzieller Unterstützung momentan seine Hilfe aussetzen muss: Eine Stadträtin droht ihm mit einer kostenintensiven Klage, für die

er Rücklagen bilden muss.    

 

Herr Trummer betonte, dass er weiter auf Unterstützung angewiesen sei. Zwar sei das Grundstück gekauft, jedoch habe die Stadt

immense Gebühren verlangt. Der Gnadenhof befände sich in einer Art Schwebezustand. Er ist die Futterstelle des Vereins „Katzeninsel e. V.“,

sei aber vom Veterinäramt  nicht als Gnadenhof anerkannt. Das Amt meint, die Katzen könnten nicht - wie in einem Tierheim - vermittelt

werden, da es sich eigentlich nur um eine private Katzenhaltung handeln würde.

 

Frau Karl-Sy bemängelte, dass Abgabetiere zu lange im Gnadenhof verbleiben. Der Gnadenhof könnte durch eine Verminderung des

Bestandes entlastet werden. Es wurde dann darauf hingewiesen, dass viele Tiere behindert seien und sich für diese nur schwer neue

Halter finden ließen. Viele Bürger/innen würden Tiere mit etwas Futter bringen, sich dann aber nicht mehr um diese kümmern.

 

Hinsichtlich der vielen gestreuten falschen Gerüchte konnte durch die Zusammenkunft Licht ins Dunkel über die (eigentlich hinreichend

bekannten) Verursacher gebracht werden. Man war sich einig, in Zukunft öfter miteinander zu reden, um anstehende Probleme zu lösen.

 

Unser Verein wird sich in der kommenden Vorstandssitzung nochmals ausführlich mit der Thematik befassen.

 

Der nächste Stammtisch findet im Juli wieder im Holzwurm statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Stand: 21. November 2011.