26.05.2009: Tierfreunde retten "Speedy" vor dem Schlagfallen-Jäger

 

 

Nachdem im März dieses Jahres ein Gartennachbar der Klein Wanzleberin Ines Ladewig eine Katze

in einer Schlagfalle fand, fragt sich die Tierfreundin besorgt: Wann gibt es das nächste Opfer? Sie

hatte damals das schwer verletzte Tier zum Tierarzt gebracht. Die Verletzungen durch die Schlagfalle

erwiesen sich als so schlimm, dass das Bein amputiert werden musste, um das Leben von "Speedy"

zu retten. Ines Ladewig pflegte die Katze gesund. Die Angst vor dem Schlagfallen-Jäger bleibt.

 

Klein Wanzleben. Es ist ein tierisches Drama, das sich in der Klein Wanzleber Gartenanlage "Brockenblick"

bereits im März dieses Jahres abgespielt hat. Ines Ladewigs Gartennachbar steht mit einer schwarzweiß

gescheckte Katze auf dem Arm, die schwere Verletzung an der rechten Vorderpfote hat, vor ihr. Er erzählt,

dass er das Tier aus einer Schlagfalle befreit habe. Die 42-jährige gelernte Tierpflegerin nimmt die Katze

an sich und bringt sie zu einer Tierärztin nach Wanzleben. Dort muss dem Tier in einer Notoperation die

Vorderpfote amputiert werden. "Ich bin froh, dass das Tier diese schwere OP überlebt hat", erklärt die

Klein Wanzleberin. Doch die Angst vor dem Schlagfallen-Aufsteller bleibt. Es seien schon des Öfteren

Katzen in der Nähe der Gartenanlage verschwunden. "Vor drei Jahren habe ich hier vier Katzen verloren."

Die Frau vermutet, dass ein Katzenhasser die Schlagfallen aufstellt hat. Ines Ladewig erstattet im

jüngsten Fall der Katze "Speedy" am 16. März Anzeige bei der Polizei gegen den Unbekannten wegen

des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. In Deutschland ist das Aufstellen von größeren Schlag- oder

Tretfallen verboten. Zugelassen sind nämlich generell nur zwei Arten von Fallen. Zum einen die so

genannten Lebendfallen, bei denen das Tier unversehrt lebend gefangen wird, oder Mäusefallen, bei denen

das Tier sofort getötet wird. Somit muss sich der Unbekannte wegen des Verstoßes gegen das Tierschutz-

und das Jagdgesetz verantworten. Denn auch der Tatbestand der Wilderei ist in diesem Fall erfüllt.

 

Nicht ganz zu Unrecht sind die Schlagfallen in Deutschland verboten worden, wie das Schicksal der kleinen

Katze "Speedy" zeigt. Sie hat sich inzwischen zwar wieder erholt, wird aber ihr Leben lang nur noch mit

drei Pfoten zurecht kommen müssen. "Sie flitzt aber Gott sei Dank schon wieder durch die Gegend, deshalb

haben wir die Katze auch Speedy genannt", erzählt die Tierpflegerin. Sie möchte sich ganz herzlich bei der

Tierärztin, die Speedy behandelt hat, sowie bei der Wanzleber Tierfreundin Hildegard Pabst bedanken.

"Frau Pabst hat nach der OP Kontakt zum Tierschutzverein, Bündnis für Tiere ‘ in Magdeburg hergestellt.

Dieser übernahm die Kosten für die Amputation. Auch für die zweite Operation zur Sterilisation zahlt das

Bündnis für Tiere", erzählt Ines Ladewig. In einem ist sich die 42-Jährige sicher: "Wer solche Fallen

aufstellt, ist ein Katzenhasser." Sie rät allen Klein Wanzleber Tierfreunden dringend auf ihre Katzen und

Hunde zu achten. Denn eine heiße Spur zu dem unbekannten Schlagfallen-Aufsteller habe die Polizei noch

nicht.

 

Quelle: Volksstimme, Lokalausgabe Wanzleben vom 26.05.2009, Autorin: Sabrina Krug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass wir uns von sämtlichen Links, die auf Webseiten außerhalb dieser Domain führen, ausdrücklich distanzieren.

Darüber hinaus ist für diese Webseite verantwortlich: Bündnis für Tiere e. V., Haeckelstraße 10, 39104 Magdeburg.

Bei Fragen oder Unklarheiten im Zusammenhang mit dieser Website wenden Sie sich bitte an [Projekt-E-Mail].
Stand: 21. November 2011.