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Ein Hund macht Schule - Tierischer Unterreicht mit dem Lehrer Hund
Anja Gerken mit Border-Collie Maja in der Bertolt-Brecht-Schule in Magdeburg (Mai 2006)
Einen Bericht des Magazins M hoch 3 finden Sie hier:
http://www.myvideo.de/watch/1828445/Hundebesuch_in_der_Bibliothek
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. (Albert Schweitzer)
Mit über fünf Millionen Hunden in deutschen Haushalten gehört der älteste Freund des Menschen eindeutig auch zu seinen Lieblingstieren! Aber nicht jedes Kind hat Kontakt zu einem Hund und weiß über Unterschiede zum menschlichen Verhalten Bescheid. So kann es aus Unwissenheit zu Reaktionen seitens des Kindes kommen, die beim Hund zu Angst oder Schmerz führen. Kleinkinder fassen dem Hund gern an die Nase. Ihm tut das aber weh. Wird dieser Vorgang wiederholt oder hatte der Hund bereits negative Erlebnisse mit Kindern, kann es sein, dass er sich wehren will.
Unbestritten ist jeder Beißunfall ein Beißunfall zuviel!
Altersgerechte Aufklärung rund um den Hund soll Ängste abbauen und Missverständnisse aus dem Weg räumen. Wir wollen den Kindern nahe bringen, dass Tiere kein Spielzeug sind, sondern Lebewesen, die Freude, Trauer und Schmerz empfinden.
Bereits in den ersten Schuljahren lernen die Kinder neben Körperteilen und Aufgaben des Hundes auch, dass der Mensch Verantwortung für Leben und Gesundheit der Tiere trägt. Der Tierschutz nimmt somit frühzeitig einen bedeutenden Platz ein.
Wir haben einige Punkte erarbeitet, die Einfluss auf die Gestaltung des Besuchs haben können. Es gibt jedoch kein einheitliches Schema. Jedes Kind ist anders, der Betreuer/Lehrer kann seine Schützlinge am Besten einschätzen. Wir empfehlen, vor dem Besuch des Tieres mit dem Halter den Ablauf zu besprechen. Unsere Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und kostenlos. Für beide Seiten – vor allem für den Hund – wäre es jedoch schön, wenn zum Abschied ein paar Leckerchen als Dankeschön gereicht würden.
Ein Wort an die Lehrerinnen und Lehrer:
Vorrangiges Ziel unserer Schulbesuche ist es, durch altersgerechte Aufklärung Ängste und Vorurteile abzubauen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und so zu einem friedlichen Zusammenleben von Mensch und Hund beizutragen.
Wenn wir - nur einem Kind verdeutlichen können, dass Hunde kein Spielzeug sind, Schmerz und Freude gleichermaßen wie wir Menschen empfinden und ein Recht auf ein gewaltfreies Leben haben,
- nur einen kleinen Menschen für den Tierschutz begeistern können,
- nur einen Beißunfall verhindern können,
dann hat sich unsere Arbeit gelohnt!
Mit Ihrer Hilfe wollen wir Erfahrungen sammeln und diese in unsere Tätigkeit einfließen lassen. Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen und Anregungen zu geben, denn Sie sind es, die tagtäglich mit den Kindern arbeiten und uns Laien wertvolle fachliche Hinweise geben können.
Unsere Hunde kommen auch zu Ihnen.
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